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Wichtige Handgriffe kurz erklärt
Ich teile hier allgemeines Wissen als Kursteilnehmerin. Diese Kurztexte ersetzen keine praktische Ausbildung und decken nicht alle Notfälle ab.
1. Prüfen, 112 rufen und Atmung erkennen
Eigene Sicherheit beachten. Achte auf Verkehr, Strom, Feuer und andere Gefahren. Sprich die Person laut an und berühre vorsichtig ihre Schultern.
Keine Reaktion: unverzüglich 112 rufen oder rufen lassen. Telefon möglichst auf Lautsprecher stellen und bei der Person bleiben. Den Standort nennen und den Fragen der Leitstelle folgen.
Zur Atemprüfung den Kopf vorsichtig nach hinten neigen und das Kinn anheben. Höchstens 10 Sekunden auf regelmäßige Brustkorbbewegungen, Atemgeräusche und Luftstrom achten. Die Leitstelle unterstützt dabei.
Schnappatmung ist keine normale Atmung. Einzelnes, unregelmäßiges Schnappen oder Zweifel an normaler Atmung bei Bewusstlosigkeit: sofort mit der Wiederbelebung beginnen. Nicht erst nach einem Puls suchen.
Fachquelle: Deutscher Rat für Wiederbelebung2. Stabile Seitenlage: nur bei normaler Atmung
Für eine bewusstlose Person, die normal atmet. Die Seitenlage hilft, die Atemwege offen zu halten und Flüssigkeit aus dem Mund abfließen zu lassen. Notruf 112 frühzeitig veranlassen.
- Seitlich neben die Person knien. Den nahen Arm rechtwinklig ablegen, Handfläche nach oben.
- Den anderen Arm vor die Brust führen. Den Handrücken an die dir zugewandte Wange legen und dort festhalten.
- Das weiter entfernte Bein oberhalb des Knies greifen und beugen.
- Die Person am angewinkelten Bein vorsichtig zu dir auf die Seite drehen. Die Hand bleibt an der Wange. Das obere Bein so ausrichten, dass Hüfte und Knie angewinkelt sind und die Lage stabil ist.
- Den Kopf vorsichtig nach hinten neigen. Den Mund leicht öffnen und nach unten ausrichten. Die Hand an der Wange stützt den Kopf.
Warm halten, dabeibleiben und die Atmung fortlaufend kontrollieren. Atmet die Person nicht mehr normal, auf den Rücken drehen und sofort wiederbeleben.
Bei vermuteten schweren Verletzungen von der Leitstelle anleiten lassen. Freie Atemwege haben Vorrang.
Fachquelle: DRK · Stabile Seitenlage3. Wiederbelebung bei Erwachsenen
Keine Reaktion und keine normale Atmung: 112 und sofort drücken. Eine weitere Person kann den Notruf übernehmen und einen AED holen. Wenn du allein bist, bleibe bei der Person und telefoniere möglichst über Lautsprecher.
- Die Person liegt auf dem Rücken. Neben dem Brustkorb knien. Ein fester Untergrund ist günstig. Aufwendiges Umlagern und Entkleiden dürfen den Beginn nicht verzögern.
- Einen Handballen auf die Mitte des Brustkorbs, auf die untere Hälfte des Brustbeins legen. Den zweiten Handballen darüberlegen und die Finger verschränken.
- Arme gestreckt halten, Schultern über den Händen. 100 bis 120 Mal pro Minute etwa 5 bis 6 cm tief drücken.
- Nach jedem Druck vollständig entlasten, ohne den Kontakt zum Brustkorb zu verlieren. Unterbrechungen möglichst kurz halten.
Beatmung, wenn du darin geschult, dazu bereit und in der Lage bist: Nach 30 Kompressionen Kopf nach hinten neigen, Kinn anheben, Nase zuhalten und den Mund mit deinen Lippen umschließen. Zweimal jeweils etwa eine Sekunde Luft einblasen, sodass sich der Brustkorb sichtbar hebt. Danach sofort weiterdrücken. Die Beatmungspause unter 10 Sekunden halten. Ohne Beatmung durchgehend drücken.
Weitermachen, bis der Rettungsdienst übernimmt, die Person wieder eindeutig normal atmet und Lebenszeichen zeigt, du völlig erschöpft bist oder Gefahr entsteht. Die Ansagen eines AED beachten. Bei mehreren Helfenden möglichst etwa alle zwei Minuten zügig abwechseln.
Fachquelle: DRK · Wiederbelebung4. Defibrillator: So unterstützt ein AED
AED bedeutet automatisierter externer Defibrillator. Er analysiert den Herzrhythmus und empfiehlt einen Stromstoß nur bei einem dafür geeigneten Rhythmus. Das Gerät ersetzt keine Herzdruckmassage und ist auch für medizinische Laien gedacht.
- Eine andere Person holt den AED, während weitergedrückt wird. Nicht allein die Wiederbelebung unterbrechen, um ein Gerät zu suchen.
- Gerät einschalten oder Deckel öffnen. Den Sprachansagen und Bildern folgen.
- Brust freimachen und feuchte Haut trockenwischen. Elektroden nach Abbildung direkt auf die Haut kleben: üblicherweise rechts oben unter dem Schlüsselbein und links seitlich unter der Achsel. Eine zweite Person drückt währenddessen möglichst weiter.
- Bei der Aufforderung zur Analyse die Person nicht mehr berühren. Laut warnen und prüfen, dass alle Abstand halten.
- Wird ein Schock empfohlen, weiterhin niemanden berühren lassen. Bei einem halbautomatischen Gerät die Schocktaste erst nach Aufforderung drücken. Ein vollautomatisches Gerät gibt den Schock nach Warnung selbst ab.
- Danach sofort wiederbeleben, auch bei „Kein Schock empfohlen“, solange die Person weiterhin bewusstlos ist und nicht normal atmet. Elektroden aufgeklebt lassen und weiteren Ansagen folgen.

