Den Fehler, der mich diesmal wieder zwei Sumatriptan Tabletten gekostet hat.
Je länger ich darüber nachdenke, desto klarer wird mir, dass meine Kopfschmerzen nicht einfach plötzlich da waren.
Seit Freitag hat meinem Körper etwas gefehlt, das ich fast schon als selbstverständlich nehme, obwohl es offenbar mehr Wirkung hat, als man im Alltag merkt.
Ja, ich war in Bewegung.
Wer meine Stories verfolgt, weiß, dass ich unbedingt mit meinem Frühjahrsputz fertig werden wollte. Vor der Ostsee Saison natürlich. Wenn ich mir etwas vornehme, neige ich dazu, es auch zu Ende bringen zu wollen.
Nur ersetzt Putzen eben nicht das, was mein Körper sonst fast täglich bekommt.
Dieses schnelle Gehen, bei dem sich nach ein paar Minuten innen etwas verändert.
Die Wirbelsäule wird warm. Der Rücken gibt nach. Der Bauch arbeitet mit, ohne dass man bewusst etwas dafür tut.
Es ist erstaunlich, wie viel der Körper darüber reguliert, wenn man ihn einfach regelmäßig laufen lässt.
Fehlt genau das ein paar Tage, merkt man es manchmal nicht sofort dort, wo die Ursache beginnt.
Zuerst wird innen etwas langsamer.
Der Bauch reagiert stiller, als man denkt.
Der Darm arbeitet nicht mehr ganz so selbstverständlich weiter.
Wenn dort Rhythmus fehlt, arbeitet oft auch die Galle träger mit.
Dann bleibt manches länger, als es eigentlich sollte.
Ganz leise. Fast unscheinbar.
Aber genug, damit sich innen etwas verändert.
Vor allem dann, wenn noch Dinge dazukommen, auf die der Körper individuell empfindlicher reagiert.
Bei manchen sind es bestimmte Lebensmittel.
Bei mir gehört dunkle Schokolade dazu.
Ich weiß inzwischen, dass ich sie nicht gut vertrage.
Auch wenn sie wegen ihres hohen Kakaoanteils und des geringeren Zuckergehalts oft als die bessere Wahl beschrieben wird, reagiert mein Körper darauf anders.
Und genau solche Kleinigkeiten spürt man manchmal erst dann deutlich, wenn innen ohnehin schon etwas langsamer geworden ist.
Vielleicht meldet sich der Kopf genau deshalb erst dort, wo der Körper längst vorher begonnen hat, leise darauf hinzuweisen.
Und genau deshalb schaue ich heute nicht zuerst auf den Kopf.
Sondern auf den Bauch.
Denn im BGO™ Bauch zeigt sich oft erstaunlich früh, wann der Körper beginnt, leise von seinem guten Rhythmus abzuweichen.
Ganz leise. Fast unscheinbar.
Aber deutlich genug, wenn man den eigenen Körper ernst nimmt.
